Ia Orana Moorea

Sonntag morgens verließ ich Melbourne. Ich freute mich schon sehr auf den Flug, da er mit Emirates und dem A380 durchgeführt wurde. Am Flughafen angekommen, bekam ich ein Upgrade in die Business Class 😎 Beim A380 sitzt man dabei oben und ich wusste, dass die Business Class von Emirates toll ist. Mit kleiner Bar direkt am Sitz und einer weiteren im hinteren Bereich, war man stets gut mit Getränken versorgt. Auch das Essen war sehr lecker! Leider ging der Flug nur 3h 😂

Nach einem kurzen Stop in Auckland, ging es dann mit Air Tahiti Nui weiter nach Tahiti. Ein kleines Special hier ist, dass man beim Einsteigen eine Blume bekommt, die man hinters Ohr klemmt oder in die Haare steckt. So ist man gleich gut auf Französisch Polynesien eingestimmt! 😍

Am Flughafen angekommen, spielte auch hier, wie in Rarotonga eine kleine Band. Die Männer spielten Ukulele und die Frau tanzte dazu.

Ich blieb nur eine Nacht auf Tahiti und fuhr am nächsten Tag mit der Fähre nach Moorea. Moorea ist nur 17km von Tahiti entfernt und von oben betrachte, schaut die Insel für mich aus wie ein Engel.

Hier traf ich am Hafen zufällig nochmal Gäste, die ich aus Rarotonga kannte. Die Welt ist so klein!

Ich wurde am Hafen abgeholt und zu meiner neuen Workaway Familie gefahren. Hier tobte auch gleich eine Party, denn die Familie war erst frisch in das Haus eingezogen. Nun merkte ich schnell, dass die Zeit in Französisch Polynesien vielleicht doch nicht so einfach wird. Denn alle sprechen französisch hier. Hin und wieder sprach mal jemand Englisch mit mir, aber die meiste Zeit versuchte ich irgendwie zu verstehen worüber gesprochen wurde. Ich hatte zwar mal 4 Jahre französisch in der Schule, aber das ist nun auch schon mehr als 12 Jahre her. 😂

Ich wohne bei Hubert und Hélène und ihren Töchtern Moana und Olina. Das Haus befindet sich direkt am Meer, mit Ausblick auf Tahiti.

Am nächsten Tag wurde ich in meine Arbeit eingewiesen. Um 6 Uhr aufstehen, Frühstück vorbereiten, Essen, die Kinder zur Schule fahren und danach das Haus putzen. Hin und wieder nachmittags auf die Kinder aufpassen.

So verging die erste Woche wie im Flug.

Wir haben aber auch tolle Sachen unternommen.

Da die Lehrer Donnerstag streikten und Freitag auch keine Schule war, fuhren wir mit dem Kanu auf eine kleine Nachbarinsel zum Schnorcheln mit Rochen und Schwarzspitzen Riffhaien. Die Rochen konnte man sogar streicheln. Das war toll!

Leider, ist mir dabei meine Kamera kaputt gegangen 😐 Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mich das ärgert! 🙊🙈 In so einem tollen Land, mit toller Unterwasserwelt ohne meine Kamera zu sein. Denn am anderen Ende der Welt, ist auch alles noch viel teurer als so schon.

Am nächsten Tag gingen wir zu einem Workshop, wo wir lernten aus Palmenwedeln einen Korb und einen Fisch zu basteln. Außerdem bastelten wir uns einen tollen Haarschmuck.

Danach umrundeten wir Moorea einmal und stoppten mehrmals an schönen Plätzen. Moorea hat etwa einen Umfang von 60km. In der Mitte ragen hohe Berge empor. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön!

Im Westen der Insel genossen wir einen herrlichen Sonnenuntergang und die Kinder spielten im Meer.

Am nächsten Tag war ein Kanurennen von Tahiti nach Moorea und zurück. Mit einem Freund der Familie und Hélène fuhren wir mit den Kanus raus, um das ganze zu beobachten. Der Mann mit mir im Kanu sprach kein Englisch. Nach etwa der Hälfte der Strecke taten mir so die Arm weh, dass ich lieber umkehren wollte. Die einfache Strecke betrug ca. 4km. Nur konnte ich ihm das nicht klar machen. Naja er war sehr gut in Form, da hier alle ein Kanu besitzen, also machte er viel der 2. Hälfte allein.

Dort ankommen warteten schon Hubert und die Kinder auf uns. Und all die Kanus. Von dort aus starteten sie auch ins 2. Rennen.

Hungrig von der sportlichen Betätigung wollten wir uns was zu essen holen. Da alle Sportler dann schon weg waren, bekamen wir die tolle Obst Platte umsonst. Allerdings waren wir ja auch sportlich! 😁

Die Kinder wollten dann ins Meer. Ich ging mit runter, um aufzupassen. Sie taten so als wäre was, also musste ich ins Wasser, um zu sehen was ist. Denn die Verständigung ist schwierig zwischen den Kindern und mir. Ich soll ihnen ein bisschen Englisch beibringen, indem ich mit ihnen rede, nur meistens verstehen sie mich nicht. Ich verstehe sie teilweise, wenn sie ganz langsam sprechen. Meist reden sie aber ganz viel und ganz schnell mit mir 😂 Aber sie sind super süß und suchen immer meine Nähe. Übrigens heiß ich Tatie, was Tante bedeutet.

Auf jeden Fall beim Spielen im Meer, merkte ich, dass wir ganz schön abgetrieben waren. Also schnappte ich mir beide Kinder unter die Arme und ging wieder zurück. Nun wollte ich raus aus dem Wasser, weil wir Heim wollten. Moana wollte nicht runter von mir, also hatte ich sie noch immer im Arm. Eine Welle drückte mich in die Korallen und ich hätte am liebsten den ganzen Strand zusammen geschrien. Ich ließ sie runter und an meinem Bein lief nur so das Blut runter. Ich hatte einen recht tiefen halbrunden Schnitt direkt am Schienbein. Aber so war es einfach die Kinder aus dem Wasser zu bekommen. 🙈 Ich hoffe, es heilt recht schnell, denn bei Korallen ist das immer so eine Sache. Ein Tag später musste ich auch feststellen, dass noch immer kleine Korallenstücke in der Wunde waren. 🙄 Aber wie würde meine Oma jetzt sagen: „Unkraut vergeht nicht.“ 😊

6 Gedanken zu “Ia Orana Moorea

  1. coole Sache! Weiterhin eine schöne Zeit!!
    Übrigens, Kinderbücher und Trickfilme helfen ungemein beim Lernen der Sprache 😉
    LG aus Leipzig, Maria

    Gefällt 1 Person

  2. Ohmygosh! Hoffe Dein Bein ist inzwischen verheilt. Du hast ja recht, mit Korallenschnitten ist nicht zu spassen. Joey sagt Du sollst Aloe drauf machen, das hilft bei ALlEM! haha. Nous attendons votre retour en juillet! Salutations de vos voisins dans le Pacifique Odette and Joey

    Gefällt 1 Person

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