Raiatea und Tahaa

Am Sonntag flog ich nach Raiatea. Ich wurde am Flughafen mit einer Blüte von Valerie empfangen. Wir fuhren nach Hause zu ihr und dort wartete Claud auf uns, Valerie’s Vater. Ich war hier wieder als Workawayer. Also wieder arbeiten für ein Zimmer und Verpflegung. Als sie mich durch das Haus führte, traute ich meinen Augen nicht. So eine Unordnung habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen. Für mich am aller schlimmsten, war der fehlende Toilettensitz inklusive fehlender Tür zur Toilette. Diese ist auf der einen Seite offen und auf der anderen Seite nur mit einem Vorhang versehen. Am ersten Tag fegte ich erstmal gründlich den Boden inklusive der Ecken und unter den Schränken, da da überall so kleine Würmer waren. Es waren minimum drei Schaufeln voll. Und dass, obwohl drei mal die Woche eine Putzfrau kommt.

Danach machte ich mich daran den Kühlschrank abzuschleifen und anschließend neu zu streichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Claud zu einer Kochschule, wo Köche ausgebildet werden und wir aßen ein leckeres 3 Gänge Menü.

Anschließend umrundeten wir Raiatea einmal und besichtigten den Marae Taputapuatea. Dieser war das religiöse Zentrum des früheren Polynesiens. Von hier aus wurde Neuseeland besiedelt. Raiatea liegt im Zentrum des Polynesischen Dreiecks zwischen Hawaii, den Osterinseln und Neuseeland.

Unterwegs hielt ich noch mehrmals, um die herrliche Aussicht zu genießen.

Raiatea gefiel mir besonders gut, da ich das Gefühl hatte, die Insel ist noch bunter als die anderen zuvor gesehenen Inseln.

Am nächsten Tag begann ich ein großes Projekt, mit dem ich die nächsten Tage beschäftigt war. Wie schon erwähnt, herrscht hier eine große Unordnung. Also versuchte ich ein wenig Ordnung rein zu bringen! So sah es am Anfang aus…

Und ich startete indem ich an die Wand Leisten montierte, um anschließend Regale anzubringen. Zudem strich ich die Wand 3x. 🙈

Und dann putzte ich stundenlang und sortierte ein. Es ist noch lange nicht fertig, doch der Anfang ist getan!

Hier könnte ich Monate verbringen und es wäre wahrscheinlich kein Ende in Sicht. Als Dankeschön spendierte mir Valerie einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Tahaa.

Raiatea und Tahaa teilen sich ein Korallenriff und bilden zusammen ein Atoll.

Wir fuhren am frühen Morgen mit einem traditionellen, polynesischem Boot, auch Va’a genannt hinaus.

Erster Stop war zum Schnorcheln zwischen 2 Motu’s, was Inseln bedeutet.

Hier war Strömung, sodass man sich einfach nur treiben lassen musste. Zwischendrin stoppten wir und bekamen Brot zum füttern der Fische. Das war ein Spektakel!

Anschließend besichtigten wir eine Perlenfarm. Ich muss sagen, dass ich das total abartig finde, was die mit den Austern machen! Nur weil Leute viel Geld für tolle Perle ausgeben wollen! 🤐🙄 Dabei haben die meisten wahrscheinlich nicht einmal eine Ahnung, wo die Perlen herkommen und wie die Herstellung abläuft.

Danach fuhren wir auf eine Motu, um Mittag zu essen. Dies war in Form eines Buffets und sehr lecker.

Anschließend besichtigten wir eine Vanille Plantage und wir erfuhren, wie Vanille hergestellt wird. Das ist eine Menge Arbeit und nun weiß ich auch, wie ein Kilo Preis von 500 Dollar zustande kommt.

Dann war der Tag leider schon rum und ich genoss den Sonnenuntergang in Richtung Bora Bora.

An einem Abend gingen wir essen und es gab rohen Thunfisch – Tahitian Art mit Kokosmilch. Ich liebe dieses Essen hier! Dazu gab es Livemusik mit der Ukulele. Daran kann ich mich auch nicht satt hören!

Einmal ging ich hier auch tauchen, leider wieder relativ unglücklich. Erstmal wurde mir der zweite Tauchgang gestrichen, der an einem Wrack stattfinden sollte, wegen dem ich überhaupt hier tauchen wollte. Bei dem nun verbleibenden Tauchgang stellte ich bei 25 Meter Tiefe schnell fest, dass irgend etwas mit meiner Luft nicht passt, da mein Rachen zum brennen anfing. Ich zeigte dem Guide, dass er mal schauen sollte. Anhand seiner Zeichen dachte ich jedoch, dass er nicht weiß was ich meine. Nach 15 Minuten zeigte ich ihm, dass ich den Tauchgang abbrechen möchte, weil ich zu husten anfing und aus Indonesien wusste, was das bedeutet – kontaminierte Luft. Er deutet mir an von seinem Tank mitatmen zu können, was ich tat und seine Luft war tatsächlich gut. So war ich für den Rest des Tauchganges an ihn gebunden, im wahrsten Sinne des Wortes. Anschließend entschuldigte er sich und der Tauchgang war natürlich kostenfrei.

Nun ist eine Woche schon wieder rum. Raiatea und die Zeit bei Valerie haben mir sehr gut gefallen! Das war übrigens meine Aussicht bei jedem Essen.

Und das war mein Liebingsbaum – Pampelmuse! Es ist einfach toll, wenn man in den Garten gehen kann und sich sein Essen vom Baum holen kann!

2 Gedanken zu “Raiatea und Tahaa

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